Fotocredits: Jana Mordhorst

Das kreative Projekt der jungen Designerin Jana Sophie Mordhorst macht die Vorstellung vom plastikfreien Einkauf greifbar.

Jana Sophie Mordhorst will mit ihrem Projekt* „fairpackung“ das Einkaufen in „Unverpackt-Läden“ attraktiver machen und entwirft hierfür ein nachhaltiges Konzept. Auslöser für diese Idee ist der massiv steigende Verpackungsmüll, den wir als KonsumentInnen von sogenannten „Convenience Goods“ mitverursachen. Damit sind spezielle Verpackungslösungen gemeint, „die sich dem schnellen und spontanen Lebensstil der VerbraucherInnen anpassen“, so Mordhorst in ihrer Bachelorarbeit. Um die Produkte attraktiver für die KonsumentInnen zu machen, werden beschichtete Papiere mit bunten Aufklebern und Materialmischungen verwendet. Solche Mischungen machen das Recycling umso schwerer und somit auch nicht nachhaltig.

Aus diesem Problem heraus entstand die Idee von Unverpackt-Läden, in denen Trockenlebensmittel zum Selbstabfüllen angeboten werden. Somit sollen Einwegplastikverpackungen reduziert und mehr auf Nachhaltigkeit sowie Kreislaufwirtschaft gesetzt werden. Darauf bezieht sich Jana Sophie Mordhorst auch in ihrer Bachelorarbeit; sie orientiert sich dabei am C2C-Prinzip, der einen technischen und biologischen Kreislauf beinhaltet. Inspiriert von der C2C-Denkschule entwirft sie die „fairpackung“-Produkte „fairbox“ und „fairbeutel“. Außerdem wird in ihrem Konzept auch auf die Möglichkeit des Pfandes hingewiesen, womit sich Pfandbehälter ganz allgemein als „fairpackungen“ eignen, jedoch auch zum Transport und zur temporären Lagerung der unverpackten Ware.

Fotocredits: Jana Mordhorst

Zum Produkt:

  • Materialien: Die „fairboxen“ bestehen aus dem biobasierten Kunststoff PHB, die „fairbeutel“ sind aus Hanfstoff gefertigt
  • Pfand: Dieses dient als ökonomische Absicherung und Finanzierungsinstrument. Außerdem soll damit sichergestellt werden, dass die „fairpackungen“ weiter im Gebrauch bleiben und nicht als Abfall in die Umwelt gelangen
  • Produktion: Die Herstellung der „fairpackungen“ soll C2C-Kriterien berücksichtigen (Materialgesundheit, Kreislauffähigkeit, Erneuerbare Energien, Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser, Soziale Gerechtigkeit)
  • Transport: Elektro-Lastenräder
  • Reinigung: Erfolgt mithilfe von externen Dienstleistern
  • Entsorgung: Nach sieben Recycling-Zyklen der „fairboxen“ können diese in einer industriellen Kompostanlage zersetzt werden, die „fairbeutel“ werden durch einfache Kompostierung in den biologischen Kreislauf zurückgeführt
Fotocredits: Astrid Piethan / CREATIVE.NRW

Mithilfe klüger Köpfe wie Jana Sophie Mordhorst und nachhaltigen Konzepten wie „fairpackung“ kann jede(r) von uns beitragen, dass kleinen Änderungen auch Großes bewirken können. Und wie wir in diesem nachhaltigen Konzept zur Vermeidung von Plastikmüll erkennen können, waren diese kleinen Änderungen in unserem Verhalten noch nie so einfach!

*) Bei dem Projekt handelt es sich um ein Designkonzept; die vorgestellten Produkte befinden sich im Entwicklungsstadium und sind noch nicht marktfähig.

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