Die durch lineares Wirtschaften entstandenen Treibhausgasemissionen haben bereits zur Erwärmung von Erdatmosphäre, Landflächen und Gewässern geführt. Um den eng an die Produktion von Materialien wie Plastik, Aluminium und Papier gekoppelten fossilen Energieverbrauch zu senken, muss die Produktion und Verwendung von Materialien, Produkten und Verpackungen neu gedacht werden und der Umstieg von linearer Wirtschaft zu Kreislaufwirtschaft erfolgen. 

Der Wandel erfolgt nach und nach: Immerhin erhöht der Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz das Mehrweg-Angebot und gibt dieses Jahr alle Speisen und Getränke in Mehrweggebinden aus. So wird der Entstehung von Einwegmüll vorgebeugt. Zusätzlich sollen nur frische, saisonal und regional produzierte Lebensmittel angeboten werden. Aufgrund der derzeitigen Energiesituation wird der Christkindlmarkt ausschließlich mit LED-Lampen beleuchtet und die Menge und Dauer der Beleuchtung reduziert.  

Um VerbraucherInnen den Zugang zu Mehrweglösungen so einfach wie möglich zu gestalten, gibt es noch weitere Initiativen in Wien:   

Wiener Mehrweggeschirr  

Mit der Initiative „natürlich weniger Mist“ unterstützt die Stadt Wien bereits seit 2004 alle Wiener VeranstalterInnen dabei, Mehrweglösungen zu verwenden. Bruchsicheres Mehrweggeschirr aus Kunststoff wird kostenlos zur Verfügung gestellt und bis zu 25% der Reinigungskosten werden von der Stadt übernommen.  

Das Mehrweggeschirr wird von folgenden Betrieben verliehen: 

CUP SOLUTIONS Mehrweg GmbH 

INNOVATIONS Gastro & Event 

CUP CONCEPT Austria GmbH 

Mehrweglösungen für Lieferdienste  

Das Startup Skoonu wurde gegründet um den Müllbergen, die beim Bestellen und Abholen von Essen entstehen, ein Ende setzen. Statt Alufolie und Plastiksackerln bietet es nachhaltigere Mehrweg-Verpackungen für Take-Away-Essen an. Die Behälter aus Edelstahl mit Kunststoff-Deckeln sind auch nach der Ausmusterung wiederverwertbar. Das Anfordern des Mehrweggeschirrs für die Bestellung bei Lokalen und Lieferdiensten läuft über eine eigene App. Zur Rückgabe beim Lokal oder bei ausgewählten Rückgabestellen haben NutzerInnen zwei Wochen Zeit, danach werden zwischen 5 und 18 Euro pro Behälter verrechnet.  

Manche Lokale entscheiden sich von vornherein dafür, ausschließlich Mehrwegverpackungen zur Verfügung zu stellen, beispielsweise Habibi & Hawara. Den Pfand von 2 Euro erhalten Kunden nach Rückgabe der Mehrwegverpackungen zurück.   

Auch der Kaffee unterwegs muss keinen weiteren Müll entstehen lassen: Wer seinen Kaffe bei einem der Partnerbetriebe von My Coffee Cup bezieht, erhält ihn im Mehrwegbecher, der bei einem der Partnerbetriebe oder an den in Wien verteilten Rückgabestationen zurückgegeben werden kann.  

Für den Umstieg zur Kreislaufwirtschaft braucht es weitere Initiativen, um VerbraucherInnen den Zugang zu Mehrweglösungen zu vereinfachen und Nachhaltigkeit zur Norm werden zu lassen.  

Quellen:  

https://www.wien.gv.at/umweltschutz/abfall/mehrweg-takeaway.html

https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/beobachtete-kuenftig-zu-erwartende-globale#zu-erwartende-globale-klimaanderungen

https://brutkasten.com/skoonu/

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